Lyrics

Lauf - Anja Schumann, 2017
 
An der Schlachtbank das Gedränge
Jeder mit seinem Sündenbock
Die Lauten buhlen um die Menge
Die Klugen verharren starr vor Schock
 
In den Köpfen enge Kammern
Ohne Ausblick ohne Licht
Lassen Gedanken im Viereck wandern
Eine lange Gerade schaffen sie nicht
 
In Petrischalen gedeihen Neurosen
Der gesunde Menschenverstand
Ernährt sich von Angst vorgekocht in Dosen
Und ist daher leider chronisch erkrankt
 
Lauf, lauf, lauf fort von hier
Lass all den Unfug hinter dir
Lauf, lauf, lauf immerzu
Lass die ihren Quatsch alleine tun
Lauf, lauf, lauf immer weiter
Irgendwann wird der Weg vielleicht breiter
Lauf, lauf, lauf fort von hier
Nimm mich mit
Lass mich nicht hier
 
Den Geschichten im Netz wird blind vertraut
Lebenslenkung bezahlt mit Daten
Den Zugriff haben sie sich selbst erlaubt
Das ist das Gold der neuen Piraten
 
Für und gegen alles gibt´s was
Braucht man, kauft man, schmeißt man weg
Viele Hände haben´s billig gemacht
Viele Münder fressen Dreck
 
Lauf, lauf, lauf fort von hier
Lass all den Unfug hinter dir
Lauf, lauf, lauf immerzu
Lass die ihren Quatsch alleine tun
Lauf, lauf, lauf immer weiter
Irgendwann wird der Weg vielleicht breiter
Lauf, lauf, lauf fort von hier
Nimm mich mit
Lass mich nicht hier
 
Was sagen wir wenn die Kinder fragen
Warum geht´s denen da unten so schlecht
Damit es uns gut geht und alles weiter wie bisher
Woher nehmen wir das Recht
 
Was hinterlässt unsere Generation
Außer Krieg und Plastik
Schickte die Zukunft einen Spion
Würde der heulen bei dem Anblick
 
Lauf, lauf, lauf fort von hier
Lass all den Unfug hinter dir
Lauf, lauf, lauf immerzu
Lass die ihren Quatsch alleine tun
Lauf, lauf, lauf immer weiter
Irgendwann wird der Weg wieder breiter
Lauf, lauf, lauf fort von hier
Ich komm mit
Ich bleib auch nicht hier

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